Erika Leitner
geb. Pichler

Geschäftsfrau iR.

* 1931   † 2009

Das Schönste, was ein Mensch hinterlassen kann,
ist ein Lächeln im Gesicht derjenigen, die an ihn denken!

Lebensweg

Der Vater war Messerschmied und starb, als Erika 9 Monate alt war. Ihre Mutter musste als Taglöhnerin bei den Bauern arbeiten, die vier Kinder sind unter ärmsten Verhältnissen aufgewachsen. Ein Bruder wurde im Krieg vermisst, der zweite ist ausgewandet und hat Jahrzehnte lang nichts mehr von sich hören lassen, was sie sehr geschmerzt hat.

Als Erika 14 war, verschaffte ihr eine Tante den Posten als Mädchen im Pfarrhof in Leoben. Hier hatte sie wohl anfangs Heimweh, war aber sehr gut aufgehoben und hat sehr viel für ihr künftiges Leben gelernt.

Mit 16 hat Erika den jungen Tischler Herbert kennengelernt, den sie im Juni 1945 geheiratet hat. Gemeinsam haben die beiden in schlechtester Zeit begonnen, ihr Unternehmen aufzubauen, das bis in die Neunzigerjahre bestanden hat. Erika war wegen ihrer Freundlichkeit und wegen ihres Fleißes eine sehr beliebte Geschäftsfrau.

Familie

Sie war aber nicht nur ihrem Mann eine unersetzliche Hilfe, sie sorgte auch für ihre 4 Kinder Isolde, Christine, Regina und Helmut. Sie war nicht nur um ihre Entwicklung und ihren schulischen Fortgang bemüht, sie nähte auch Gewand für sie und versorgte sie bestmöglich. Nebenbei nahm sie noch ihre Mutter in den Haushalt auf, die zuletzt ein Pflegefall war.

Das Ehepaar begann aber auch zu bauen. Erika packte mit an und tat für eine Frau viel zu schwere Arbeiten, was sich in späteren Jahren bezüglich ihres Gesundheitszustandes rächte. Aus dem kleinen Häuschen entstand eine „Fremdendenpension“ mit schmucken Zimmern, die im Sommer vermietet wurden. Die beiden älteren Töchter wurden zur fleißigen Mitarbeit angehalten.

Ein großer Schicksalsschlag war der Tod ihres Gatten 1981, nur die Liebe zu ihren Kindern half ihr schließlich darüber hinweg.

Eine Riesenfreude für Erika waren die Enkelkinder, die sie mit viel Liebe umsorgte. Überhaupt war es die Familie, die ihr so wichtig war. Ihre Sorge galt all ihren Kindern und Schwiegerkindern und für die Enkel war es etwas Besonderes, wenn sie bei ihr übernachten durften. Sie war auch ganz stolz, schon drei Urenkel zu haben, von denen zuletzt Selina ihr Sonnenschein war. Sie zeigte immer Verständnis und Toleranz und hatte mit allen Familienmitgliedern ein gutes Verhältnis.

Immer half die Oma allen, so gut es nur ging. Sie kochte, bügelte, flickte usw. und als sie eigentlich schon selbst der Hilfe bedurfte, half sie noch immer, wo sie nur konnte.

Hochzeitstag

Das Video zeigt Erinnerungen an den Hochzeitstag mit Ihrem Mann. (Demovideo von Fleurop)

Wir erinnern uns

Nahestehende Personen sind eingeladen, ihre persönlichen Erinnerungen an Erika Leitner nieder zu schreiben.

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